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Vom Selbermachen

  • Writer: Roger Koch
    Roger Koch
  • 3 days ago
  • 1 min read

Sie kennen den berühmten Tag 1 der neuen Mitarbeiterin und des neuen Mitarbeiters: Sie kommen hochdekoriert mit Diplomen, aber kaum auf die Sache losgelassen, zeigen sie gravierende Lücken: Zwar Germanistik studiert, aber die Mails sind dennoch stümperhaft; zwar das KV absolviert, aber Excel geht dann trotz ICDL eher harzig. Das alte Credo von Schule & Co. eben: Behandelt haben wir es, für das Können übernehmen wir keine Garantie.


So viel zum Alltag – und zu unserem Gejammer. Nach einigen Jahren zuschauen und mich aufregen, zum Beispiel über die Bindung bewährter Kräfte durch die Einführung der Neuen, fragte ich mich: Könnte man nicht mit Unis und Fachhochschulen zusammenarbeiten, damit die potenziellen Kandidaten praxisnaher ausgebildet würden? Ich verwarf es nach zwei Anläufen … viel zu aufwendig, zu langsam, zu wenig massgeschneidert.


Dann die simple Idee: Kombiniere die Struktur der Ausbildungsstätten mit dem internen Know-how. Also eine eigene kleine Ausbildungswerkstatt bauen, in der die Neuen mit alten Unterlagen und an bereits abgeschlossenen Projekten üben können: Schaut, das sind unsere Standards, diese Programme braucht ihr, das müsst ihr beherrschen – und zwar so. Und am Ende gibt's eine Prüfung.


Getan – und nicht schlecht gestaunt: Die Neuen waren nach einer Woche auf einem bedeutend besseren Stand und praxistauglicher einsetzbar, und die Prüfung am Ende gab dem Ganzen den nötigen Ernst. Die alten Hasen fühlten sich gebauchpinselt, weil sie in ihrem «Fach» als Experten auftreten konnten, und waren glücklich, auch mal aus ihrem täglichen Einerlei rauszukommen.


Sie wissen doch genau, wie es geht. Warum also auf die Schulen warten? Selber machen!

 
 
 

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